10. Juni 2011

R.I.P. Blauer Turm

Was ist nur aus dem Blauen Turm geworden? Jene Bar, die einst ein Zufluchtsort für feierwütige Studenten aus Tübingen und Umgebung war. Gut, der Turm war seit jeher ohnehin nur donnerstags zu gebrauchen, da 2 for 1 Drinks und ordentliche Musik, die aber auch sukzessive – und je nach DJ – nachließ. Vor bestimmt 2 Jahren waren Joseph, W., ich und bisweilen noch mehr Bros und Wingwomen eigentlich regelmäßig im Turm. Dann war lange Pause und seit bestimmt 3 Monaten sind wir wieder regelmäßig gegangen. Ende Februar, Anfang März waren aufgrund des Abiturs viele „Kinder“ im Turm, klar. Das wusste man und dachte deshalb auch, dass es ja wieder vorbeigehen würde. Tja, Pustekuchen, wie ich nun nach 3 Monaten berichten kann. Jedes mal ab 23 Uhr bereits eine beachtliche Schlange, das gab’s früher nicht. Und eigentlich sollte man ja spätestens dann realisieren, dass man den Kampf verloren hat, wenn man vom Türsteher zu hören bekommt, dass jetzt endlich die richtigen Studenten kommen würden, als W. seinen Uni-Bayreuth-Ausweis zeigt und ich meinen der Uni Tübingen – denn Studenten haben ja nach wie vor freien Eintritt, was angesichts der Lage fast schon wie ein Anachronismus anmutet.

Der Turm ist jetzt jedenfalls ad acta gelegt für uns, denn wenn wir Bock auf Kinderfasching haben – und nein, das ist keine einfache Abneigung gegenüber Jungspunden, sondern gründet auf der Tatsache, dass diese auch immer wieder negativ auf sich aufmerksam machen -, dann gehen wir auf Abiparties und in die örtlichen Jugendhäuser. Und weil wir schon beim Thema sind, ein ganz kurzer Exkurs, der nicht wirklich einer ist, denn er ist vielmehr auch einer der Gründe, warum wir den Blauen Turm zukünftig nicht mehr aufsuchen werden: Was glauben eigentlich diese eingebildeten Mädels, die gerade mal 19 und im 1. Semester Jura sind!? Die haben ja wirklich Egos, die am Empire State Building kratzen und meinen, sie seien die unerreichbarsten Frauen der Welt. Nein, das sage ich nicht etwa, weil ich abgeblitzt bin (okay, ein Mal), sondern weil sie ein Verhalten an den Tag legen, das jenseits von Gut und Böse ist. Eine Woche später sieht man sie dann auf einer Verbindungsparty und bekommt statt einem Hallo (das ich ihnen entgegenwerfe mit der Frage, wie es denn gestern im Turm gewesen sei) von einigen der Mädels nur ein verachtendes Lächeln zu Gesicht. Wie gesagt, betrifft nicht alle, aber dann doch ein paar, die quasi Wiederholungstäter sind.

An die andere Sache, die mir immer nur im Turm passiert, habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Nämlich, dass mich Frauen bereits nach wenigen ausgetauschten Worten fragen, ob ich nicht Jura studiere und in einer Verbindung sei. Machen das etwa meine roten Chinos oder meine dunkelbraunen Segelschuhe? Einmal ging es sogar so weit, dass ich mitten im Gespräch mit einer Dame von einer Gruppe Erstis – eher Abiturienten – angesprochen wurde, ob ich nicht Jura studiere und Verbindungsstudent sei. Sie hätten eine Wette abgeschlossen ... Auf die Nachfrage, ob auch für mich etwas rausspringe, meinten sie nein, was ich wiederum kommentarlos beantwortete, indem ich mich wieder meiner Gesprächspartnerin zuwendete. Irgendwann habe ich eh angefangen es als Kompliment aufzufassen, denn die Frauen sind davon gar nicht so abgetan – das weiß jeder, der mal auf einer Verbindungsparty war, wo sich nämlich mit die schönsten Frauen tummeln.

Ich kann nicht wirklich sagen, dass ich Dich vermissen werde, Blauer Turm, aber ich hatte doch sehr viel Spaß bei Dir zuhause. Danke dafür jedenfalls. Und wir müssen ja alle mal sterben, gelle?



(Stefan)

2. Mai 2010

70 statt 7Grad

Bevor das Blog hier ganz stirbt wenigstens ein kleiner Zwischenbericht. Gestern und bereits vor zwei Wochen ging es nach monatelanger Abstinenz mal wieder ins 7Grad. Was assoziert man am ehesten mit dem 7Grad? Tolle Location, angenehmes Personal, größtenteils ordentliches Publikum, aber leider auch ein enormes Gedränge. Gestern war es mal wieder ganz schlimm. Man konnte stehen, wo man wollte, wirklich, es gab permanent Leute, die durchdrängten. Bei solch einer hohen Besucherdichte wird natürlich auch das Klima schnell zu einer Sauna, und so hatte es schnell wieder statt 7 gefühlte 70 Grad im Laden. Wenn man sich damit aber engagieren kann - und wir konnten es bis zu einem gewissen Zeitpunkt -, dann ist das 7Grad wie immer eine tolle Anlaufstelle für den Samstagabend. Song des Abends ganz klar (auch, weil zwei Mal gespielt):



(Stefan)

28. Februar 2010

Warum die 90er alles andere als schlecht waren

Wir schreiben den letzten Freitag im Februar. Wie jeden letzten Freitag im Monat veranstaltet der Perkins Park seine bekannte 90er-Party. Endlich bot sich also einmal die Möglichkeit, diese Veranstaltung zu besuchen. Nicht, dass das normale Programm im Perkins Park nicht auch klasse wäre, aber als Jungspund, der 1985 das Licht der Welt erblickte und somit 1992 in das Schulleben überging, für den sind die 90er eigentlich sein prägendstes Musikjahrzehnt, weshalb ich durchaus voller Vorfreude war, endlich einmal Teil dieser Party zu sein. Doch kommen wir vielleicht zuerst noch mal auf die 90er als Musikjahrzehnt zurück. Natürlich kommen einem hier Eurodance, Techno und Boygroups wohl als erstes in den Sinn. Und in der Tat, was habe ich damals nicht alles für einen Scheiß gehört? "1, 2, Polizei", "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" und sogar auf Techno stand ich eine zeitlang. Klar sind das Klassiker, aber sie haben sich eben nicht so gehalten wie beispielsweise Haddaway, La Bouche oder Scooter. Von Letzteren habe ich am Freitag gar nichts gehört, fällt mir gerade ein, hmm, komisch. Egal, denn die Klassiker waren natürlich wirklich alle am Start.

Musikalisch war die Grundlage für einen feinen Abend also gelegt. Erstmal ein Glas Wein, dann eine kurze Zigarillopause mit Joseph, dann ging es auch schon auf die Tanzfläche, die sich mittlerweile gut gefüllt hatte. Es war Freitag im Perkins Park, also war man bisweilen auch wieder von MILFs oder zumindest älteren Damen umgeben. Sowieso war es dieses Mal recht voll, was dem Ganzen jedoch kaum Abbruch tat, denn die Musik, die nicht selten über 105DB liegt, konnte so richtig einheizen. HALT! HAMMERZEIT! von MC Hammer, fuck, yeah!, Whigfield, so weit, so gut. Erster Höhepunkt: Wheatus mit "Teenage Dirtbag" ("I've got two tickets ..." *gröhl*). Doch dann, urplötzlich folgt auf die Musik, zu der man 1a abgehen kann ein ruhiges, nicht gerade unbekanntes Stück. Es sind die Backstreet Boys, deren erstes Album ich damals, anno '96, zu meinem 11. Geburtstag (auf Wunsch) geschenkt bekam, mit ihrem Schmachtfetzen "Quit Playing Games With My Heart" - und statt sich einen Moment zu erholen gehen die Leute doch tatsächlich gleich doppelt so gut ab wie noch eben zur mehr-tanzbaren-Musik (später folgte dann noch ungeliebter Grunde mit Nirvana und Co., aber meine Güte, das gehörte halt auch zu den 90ern, nicht?). Die Stimmung ist am sieden, ich dachte wirklich, ich spinne. Natürlich gingen auch Joseph, zwei weitere Bros die Dame in unseren Reihen und ich ab - als gäbe es kein Morgen. Danach erstmal eine kleine Pause, klar.

Irgendwann ist es dann schon halb fünf, man merkt die vier Stunden Schlaf, die man in der Nacht zuvor hatte - es ging in den Blauen Turm, der ebenfalls rockte und so voll wie noch nie war - und auch die fünf Gläser Wein machen sich langsam bemerkbar. Nichtsdestotrotz wird noch etwas getanzt, auch wenn der Laden sukzessive leerer wird und das Personal schon mit ersten Vorbereitungen beginnt, den Laden langsam aber sicher dicht zu machen. Auf dem Weg zum Auto - keine Angst, die Dame transportierte uns sicher nach Hause, wenn auch in einem Toyota ... - ging der Spaß jedoch weiter, nicht nur, weil ein Bro das Maximum seiner Guthabenkarte des Clubs erreichte, sondern weil dieser auch einen Spruch nach dem anderen lieferte, der meine und die Lachmuskeln der anderen Beteiligten aufs Äußerste beanspruchte (an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es vielleicht mal ein Special zu diesen Sprüchen gibt, über die ich mit einem kleinen Notizblock - so was muss ein Journalist ja immer bei sich haben - natürlich Protokoll führe). Ich komme um sechs Uhr nach Hause, muss zwei Stunden später aufstehen, aber was soll’s, ein fantastischer Abend liegt wieder mal hinter mir. Hach, diese 90er ...



(Stefan)

31. Januar 2010

Monotonie, MILFs und miefende Mäntel

Samstag. Joseph, ich, ein anderer Bro und eine Dame haben beschlossen, das Mono in Stuttgart auszuprobieren. Eine Freundin hatte uns den Tipp gegeben, und öfter mal was Neues, nicht? Es ist zirka halb Zwölf, wir müssen warten reinzukommen, denn es ist im Eingangsbereich recht voll. Nach wenigen Minuten werden wir eingelassen, nur um nach weiteren 10 Minuten des Wartens zu erfahren - gerade als wir dran waren -, dass die Garderobe keinen Platz mehr hat. Toll, dann also mit Wintermantel ins Getümmel. Das macht Spaß, vor allem, wenn es warm und voll ist. Vielleicht war's aber auch besser so, denn die Garderobe ist ausgerechnet im Raucherraum/Eingangsbereich stationiert - da hat echt jemand mitgedacht, denn wer zahlt nicht gerne noch für die Garderobe extra, wenn sie mit Rauchwolken bombardiert wird?

Von den 6,00 EUR Eintritt für eine Bar in einem Gewölbekeller ganz zu schweigen. Aber genug Negatives, der Laden hat auch durchaus Positives zu bieten. Zum einen die Musik, die zwischen 70ern und 90ern angesiedelt war, mal ein Kontrast zur üblichen House- und Blackbeschallung. Weiter geht es mit dem Publikum: hier ist alles zu finden, 30+, 40+ und sogar einige 50+. Wir zählten zu den Jüngsten im Laden, keine Frage. Aber hey, das ist mir immer noch tausend Mal lieber als diese Jungspunde, die gerade 18 oder 19 geworden sind. Lasst es mich doch einfach so sagen: wer eine MILF aufreißen möchte, der ist hier 1a aufgehoben, denn auch die scheinen hin und wieder verstohlen auf jüngere Männer zu blicken (ja, ich hab's selbst gespürt). Nächstes Mal einfach früher, dann ist vielleicht auch noch Platz für die Jacke - die muss danach allerdings wohl erstmal in die Reinigung ...



(Stefan)

13. Dezember 2009

Wenn es bei 7Grad wärmer ist als draußen

Der Winter ist da. Klar, wird ja auch langsam Zeit. Doof nur, dass diese Einführung so gar nichts mit dem Inhalt dieses Posts zu tun hat. Naja, zumindest nicht direkt. Ich weiß, ich weiß, es gab hier lange nichts mehr zu lesen, aber die Rechtfertigung dafür ist recht simpel: es gibt einfach nichts Großartiges zu berichten. Natürlich waren die letzten beiden Wochenenden gewohnt toll, Freitag letzte Woche ging's in die Leonberger Nachtschicht, immerhin konnte man günstig den einen oder anderen Gin & Tonic trinken, sonst bietet der Laden ja auch nichts. Samstag dann das volle Kontrasprogramm in Form der Buddha Lounge, die einmal mehr rockte (auch wenn die Musik erst zu später Stunde so richtig gut wurde).

Diesen Freitag war Perkins Park angesagt, ein Laden, den ich immer noch etwas zwiespältig sehe. Einerseits mag ich lieber die Generation 40+ und 50+ um mich herum als das ganz junge Gemüse, das gerade alt genug ist um mit Papas Wagen anzufahren, aber irgendwie kommt man sich schon etwas "alt" vor - so mitten unter den Jahrgängen vor 1980 ... Aber die Musik war größtenteils hervorragend, zumindest im kleineren Club, die Raucherlounge (nein, ich rauche nicht, zumindest nicht wirklich, denn ein Cigarillo paffen kann man ja wohl kaum als "rauchen" bezeichnen) bietet frische Luft und Entspannung, ist zudem wirklich die einzige, die sich wirklich "Lounge" nennen kann. Gestern ging es dann mal wieder ins 7Grad, und es war der beste Besuch in diesem Laden, seit ich dorthin gehe. Viele nette Leute getroffen, Joseph und Andere dabeigehabt und die Musik war nahezu durchgehend klasse. Irgendwann hatte man dann aber wieder mal kaum Platz zum Atmen, so dass gegen 3 das Ende nahte. Danach dann noch zu Burger King, Standard, wo man dann auch nochmal Leute traf.

So, um wie im klassischen Lokaljournalismus den Kreis zu schließen: Kinder, es ist fuckin' cold da draußen! Das erste Mal habe ich nun erfahren, dass es bei 7Grad zu feiern doch wärmer ist als vor der Tür (haha, welch ein Kalauer!). Deshalb auch passend dazu der Song des Abends (auch wenn er nicht lief, leider!) ...



(ach ja, ich/wir geloben Besserung, hier wird wieder mehr erscheinen, versprochen!)

(Stefan)

22. November 2009

Miss Ugly und der Alkohol

Ladies! Was soll das? Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass einige von euch gestandene Männer untern Tisch saufen können (was zugegebenermaßen immer noch ein wenig gruselig ist), doch so langsam sollte man die eigenen Grenzen kennen. Wenn nicht für die eigene Gesundheit, dann doch wenigsten für uns Jungs …


Ein schönes Beispiel dafür, zu welch erschreckenden Momenten (in dem Fall für mich) die Unkenntnis über die eigene Alkoholunverträglichkeit führen kann, hab ich erst kürzlich erlebt. Auf einer ganz normalen Privatparty wurde ich von meinem Bro gebeten doch mal kurz den Wingman zu geben. Was in diesem Falle bedeutete, die nervige Freundin des heißesten Fegers zu betreuen (Frage: Warum gibt es die wirklich heißen Ladies nur im Doppelpack mit Miss Ugly?). Nun gut, Wingman-Code ist Wingman-Code und so nahm der äußerst anstrengende Part des Abends seinen Anfang.


Die Betreuung von Miss Ugly war auch deshalb anstrengend, weil auf der Party gerade keine Sitzmöglichkeiten existierten. Und so standen wir schön nah an der Bar, wo mein Glas nie leer zu werden drohte und redeten. Wobei es eher so war, dass sie sprach und ich zu hörte. Wobei auch das nicht ganz stimmt, weil ich die sagenhafte Fähigkeit besitze so zu tun als ob ich dem Gespräch folgen würde, innerlich aber vollkommen weit weg bin.


Nach rund 15 Minuten ließ ich meinen Blick zum Bro wandern und erkannte, dass er wohl heute zum Erfolg kommen würde, aber das würde noch sicherlich ne Weile dauern. Demnach war ein Ende meines Betreuungsdienstes noch nicht abzusehen und ich wandte mich Miss Ugly zu.


Ich merkte plötzlich, dass es nicht allzu clever war weiter mit den Gedanken abzuschweifen, denn Miss Ugly war schon die ganze Zeit dabei eine wirklich beeindruckende Show abzuziehen. Ihr Talent: Speed-Drinking. Ich weiß nicht, ob sie aufgeregt war oder genervt oder oder oder (...), doch diese Frau legte ein schockierendes Trinktempo an den Tag. Ohne mit der Wimper zu zucken leerte sie ein Glas nach dem anderen. Und kaum setzte sie mit der linken Hand das Glas ab, füllte sie mit der rechten schon wieder nach. Wie vom Teufel getrieben griff sie abwechselnd zu Whisky mit Cola, Vodka-Orange und Gin (Todsünde! Gin säuft man nicht, Gin genießt man!).


Dieses Schauspiel hat mir dann doch sehr gefallen und ohne auf ihren wahnsinnigen Alkoholkonsum einzugehen, begann ich mich aktiv am Gespräch zu beteiligen. Smalltalk, nichts besonderes. Eigentlich wollte ich auch nur wissen, wann dieser Alkoholtsunami die Nervenzellen, die Sprach- und Bewegungsareale ihres Gehirns befällt. Aber – es kam nichts. Sie sprach fließend, ohne zu stottern, ohne zu schwanken, ohne Koordinationsunfähigkeiten. Ganz im Gegenteil, sie wirkte mit jedem Glas selbstbewusster und ruhiger. Eigentlich war sie zu diesem Zeitpunkt – äußerlich betrachtet – die einzig nüchterne Person im Raum.


Doch dann – BOOM! Da liegt Miss Ugly plötzlich am Boden, das Glas noch festumklammert, die Augen geschlossen. So was habe ich noch nie erlebt und ich hab schon einiges gesehen. Was war passiert? Mitten im Satz, stockte sie plötzlich, verdrehte die Augen und war auch schon ein Stockwerk tiefer gerutscht. Und das ganze ohne jegliche Trunkenheitsanzeichen. Einfach so. Weg war sie. Ich war so fasziniert von dieser KO-Aktion, dass ich gar nicht merkte, wie schnell andere Leute zu ihr geeilt waren, um zu sehen ob es ihr gut gehe. Was soll ich sagen, es ging ihr gut. Sie fing sogar an zu schnarchen!


Leicht irritiert blickte ich in den Raum und suchte nach Bro, um zu sehen ob er die ganze Sache hier auch mitbekommen hat. Doch er weg. Und drei mal dürft ihr raten mit wem …. Nun ja, man kann sagen was man will, meinen Job als Wingman hab ich an diesem Abend jedenfalls mit Bravur erfüllt. Trotzdem: Ladies! Etwas mehr Contenance bitte! Nochmal würde ich so was eher ungern miterleben.

(Patrick)

17. November 2009

I'm driving a Porsche, bitch!

Heute nachmittag kurz von Böblingen nach Stuttgart gefahren. Sagte ich "gefahren"? Nicht ganz, wohl eher gecruist, denn ich war in nichts Geringerem als dem Porsche 911 Carrera S4 unterwegs. Ich weiß, meine Kommilitonen protestieren und ich lasse den Yuppie raushängen, aber mein Gott, das rockt alles weg, was es gibt! Dieses 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, diese Blicke der Passanten, denen das "WTF!?" nur so ins Gesicht gschrieben war (oder anders gesagt: "Was macht denn dieser Jungspund da im Porsche? Diese verwöhnte Jugend von Heute, tss!") - es gibt Dinge, die kann man nicht ... halt, die kann man kaufen. Gut, in meinem Falle vielleicht in 10, 20 Jahren, schau' mer mal. Leider waren bei meinen 15 45 Minuten Ruhm kaum attraktive Frauen in Reichweite. Entschuldigt dieses maßlose Gepose, aber wenn Ihr selbst mal in den Genuss dieses Wagens kommt, dann versteht Ihr, was ich meine.

(Stefan)

16. November 2009

Russische Frauen

Gerade hat mich meine russische Freundin Anna via IM angehauen. Eigentlich plaudern wir regelmäßig, mittlerweile schon 8 Monate - seit ich aus Sibirien eben wieder zurück bin. Anna scheint FrauenversteherIN zu sein, vielleicht liegt es an ihrer langjährigen Beziehung oder ganz simpel an der Tatsache, dass sie eine Frau ist, die zudem ziemlich intelligent ist. Lange Rede, kurzer Sinn. Auf ihre Frage, was es Neues gäbe, entgegnete ich ihr mit der Nennung dieses Blogs. Sie war wie immer neugierig, wollte gleich die URL haben und machte mir - wie immer - ein Kompliment. Diese Russinnen, man(n) muss sie einfach lieben. Genau das Stichwort, denn nachdem ich ihr mitteilte, um was es im Blog ginge, meinte sie nur, dass ich ja über den Unterschied zwischen russischen und deutschen Frauen schreiben könne. Gesagt, getan.

Zwar weilte ich nur vier Tage in der Russischen Föderation, genauer gesagt einige Stunden in Moskau und den Rest in Nowosibirsk, aber über russische Frauen habe ich mehr gelernt, als ich mir je erwartet hatte. Zu allererst ist es natürlich das Optische. Egal wo ein Spiegel war - Metro, Oper, Restaurant -, die Russinnen unter uns mussten einen Blick riskieren, sei es nur ein Blick, ein Nachziehen des Lipgloss oder eine motorische Bewegung der Hand durchs Haar, der Spiegel war vor lauter Frauen nahezu nicht mehr zu sehen. Na gut, irgendwie ist dieses Verhalten dem weiblichen Geschlecht ja auch inhärent, nicht? Um mit dem optischen Erscheinungsbild fortzufahren, ich habe in ganz Sibirien/Russland nicht auch nur eine einzige Frau gesehen, die man als übergewichtig oder dergleichen bezeichnen könnte. Wirklich, nicht eine! Ganz im Gegenteil, die meisten hatten Modelmaße, zumindest was die Figur anging. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich Damen präferiere, die viele andere als "hart an der Grenze" bezeichnen würden. Insofern war das ein permanent netter Anblick, doch.

Letzteres fragte ich auf der After-Show-Party, auf die uns der deutsche Botschafter eingeladen hatte, auch Anna und die anderen anwesenden russischen Damen. "Wie sehen das die Frauen/Männer hier? Würde man sagen sie (ich zeigte auf eine Hostess, die wohl viele deutsche Frauen als Magersüchtig bezeichnen würden) ist magersüchtig oder würde man ihre Figur als schön und erstrebenswert bezeichnen? Dreimal dürft Ihr raten, was ich als Antwort bekam. Ja, die russischen Frauen legen aber nicht nur Wert auf ihre Figur, sondern auch auf ihr Äußeres. Selbst älteren Damen - wir besuchten eine Schule im akademischen Viertel, die gerade vom Ministerialdirektor eröffnet wurde, weil sie in den Verband deutscher Pasch-Schulen eingebunden wurde -, sprich Lehrerinnen mit fiesem Gesichtsausdruck, war dennoch anzusehen, dass sie morgens doch etwas mehr Zeit vor dem Spiegel verbringen. Und auch hier war keine das, was man(n) als "mollig", "kräftig" oder schlichtweg "fett" bezeichnen würde.

Kristina, eine weitere sehr nette Russin meinte schließlich zu mir, dass sogar die deutschen Frauen selbst recht neidisch auf ihr russisches Pendant gewesen wären, als eine Gruppe deutscher Frauen in Nowosibirsk zu Gast war. Es kam sogar fast zu Animositäten, denn die Russinnen erwiderten selbstbewusst, dass die deutschen Frauen eben nicht so sehr Wert auf ihr Äußeres legten. In der Tat ein harter Vorwurf, zumal man ja nicht verallgemeinern sollte. Ich neige nach meinem Russland-Besuch jedoch auch dazu, denn wie gesagt, ich kann alles, was als Klischee über osteuropäische/russische Frauen da draußen so rumschwirrt, eigentlich nur bestätigen. Sie zählen definitiv zu den hübschesten Frauen der Welt, auch wenn es natürlich Ausnahmen gibt und dort auch gab, denn einige sahen dann doch mehr nach Prager Straßenstrich (nein, ich weiß nicht, wie dieser aussieht, das ist nur eine Annahme) als nach attraktiver Dame aus, keine Frage. Und dennoch haben sie einen Nachteil: nur wenige von den mit mir bekanntgemachten Russinnen sprachen Englisch ...

(Stefan)

The Saga Begins....

Freitag der 13. man könnte meinen,dass ein solcher Tag nur Schlechtes mit sich bringen kann. Doch egal ,was Ihr auch über diesen jenen Tag denken mögt, behaltet im Sinne,dass es darauf ankommt, was Ihr aus diesem Tag macht. Gut, was ist die beste Möglichkeit, um zu vergessen, dass es sich eigentlich um einen Unglückstag handelt?
Ganz klar!
Man schnappt sich seine Bros und macht das Nachtleben unsicher.
Deshalb habe ich dies auch am Freitag getan. Es ging ab nach Mainz , den Geburtstag eines wieder anderen Bros zu begießen.
Wunderbar! Es hätte nicht besser sein können.
Eine Feier, die eigentlich nur wenige Frauen als Gäste beinhaltet, bietet natürlich nicht unbedingt die besten Grundvoraussetzungen,allerdings he seid mal ehrlich, zu früh sollte man einen Abend nicht gleich abhaken. Vor allem nicht,wenn es sich um eine Party mit deinen Bros handelt!!
Aber nun gut. Der Abend nahm seinen Lauf: Gute Gespräche, gute Stimmung und immer mal wieder ein Gläschen Sekt ;-)
Auf Deutsch: Wir waren nach zwei Stunden allesamt so sturzbetrunken, dass es egal war, dass nicht viele Damen "am Start" waren.
Aber dennoch passierte es. Ich sah ein holde junge, dunkelhäutige,schöne Dame, die mir sympathisch war.
Also ging ich zu ihr und fragte sie ,was sie denn trinken wolle. Gut, man muss ja ehrlich zugeben,dass das der blödeste und bekannteste Anmachspruch im Universum ist.
Trotzdem ist es überraschend, wie oft das doch noch funktioniert.
Gut, während ich mir nun schonmal ausmalte, wie der Abend wohl ausgehen möge, erzählte sie mir von sich...toll. Fragt mich jaaa nicht, wie sie hieß. Ich wurde durch ihr Äußeres zu sehr abgelenkt. Da sie lieber erzählte als zuzuhören verlief das Gespräch dennoch sehr gut. Sie stellte mir in Aussicht,dass ich einen Kuss von ihr bekomme, wenn ich errate,was sie studiert...nach diversen Wodka und Gin Tonic habe ich das leider nicht erraten. Naja....war zu erwarten. ABER: sie machte sich dann solangsam mal auf den Weg....verriet mir ihre Zimmernummer und ging....tja....was hätte ich da bloß tun sollen ?!? ;-)

(Joseph)

15. November 2009

Warum das Studentenleben awesome ist!

Nicht nur, dass ich diesen Song liebe, nein, er vermittelt auch perfekt das, was am Studentenleben so genial geil ist. Zwar sind die Lyrics geändert, aber dafür mit tollem Video (uncensored und das Originalvideo habe ich leider nicht gefunden). Und alle: "That party last night was awfully crazy ..."



(Stefan)